Lancia wurde 1906 in Turin als Lancia & C. Fabbrica Automobili von Vincenzo Lancia und Claudio Fogolin gegründet. Das Automobil-Unternehmen, das seit 1969 zum Fiat-Konzern gehört, kooperiert seit 2010 mit Chrysler. Vor allem über den Motorsport hat sich die Marke speziell in den 70-er und 80-er Jahren einen Namen gemacht. Als mehrfacher Rallye-Weltmeister und Gewinner der prestigeträchtigen Rallye-Monte-Carlo positionierte man den Lancia Delta als Sportmaschine.
Der Traditionshersteller kann auf Pionierleistungen im Automobilbau verweisen (u.a. durch die erste selbsttragende Karosserie). Hinzu kommt, dass die Fahrzeuge der Marke seit je her für eine hohe Designaffinität stehen, die sich früher durch zahlreiche seltene Karosserievarianten auszeichnete und sich heute beispielsweise in besonderen Materialien wiederfindet.
Am 29. November 1906 wurde das Unternehmen Lancia von Vincenzo Lanca und seinem Freund, dem ehemaligen Fiat-Versuchsfahrer Claudio Fogolin gegründet. Lancia gehört somit zu den ältesten Automobilherstellern. Ständig wurden neue Modelle präsentiert, so dass nur wenige auf große Stückzahlen kamen. Der ständige Modellwechsel ging auf die zahlreichen Patente zurück, die man stets zur Abgrenzung zur Konkurrenz umsetzte.
So verfügte der 1913 vorgestellte Lancia Theta als erstes Auto in Europa über eine elektrische Anlage und war auch das erste Auto mit einem Anlasser und einem beleuchteten Cockpit. Der 1923 vorgestellte Lancia Lambda das erste Fahrzeug mit selbsttragender Karosserie, Einzelradaufhängung und Federbeinen mit hydraulischen Stoßdämpfern. Lancia hatte aufgrund dessen den Ruf die „Marke der Ingenieure“ zu sein.
Den Wachstumsmarkt der einfachen billigen Wagen in Großserie konnte Lancia nach dem Krieg nicht bedienen. Schließlich war man bis 1945 beauftragt, Lastwagen für das Militär zu produzieren. Man setzte dementsprechend weiterhin auf Innovationen, wie etwa Limousinen ohne eine B-Säule im Einstieg. Der erste seriell gefertigte V6-Motor überhaupt wurde ab 1950 im Lancia Aurelia verbaut. Im Vordergrund stand die Laufkultur dieses Motors. Ungewöhnlich war der enge Winkel der Zylinder von 60 Grad. Nicht minder innovativ waren Antrieb und Achsen: Kupplung, Getriebe, Differenzial und Trommelbremsen waren als eine Einheit zwischen den Hinterrädern konstruiert ...
weiter lesenLancia wurde 1906 in Turin als Lancia & C. Fabbrica Automobili von Vincenzo Lancia und Claudio Fogolin gegründet. Das Automobil-Unternehmen, das seit 1969 zum Fiat-Konzern gehört, kooperiert seit 2010 mit Chrysler. Vor allem über den Motorsport hat sich die Marke speziell in den 70-er und 80-er Jahren einen Namen gemacht. Als mehrfacher Rallye-Weltmeister und Gewinner der prestigeträchtigen Rallye-Monte-Carlo positionierte man den Lancia Delta als Sportmaschine.
Der Traditionshersteller kann auf Pionierleistungen im Automobilbau verweisen (u.a. durch die erste selbsttragende Karosserie). Hinzu kommt, dass die Fahrzeuge der Marke seit je her für eine hohe Designaffinität stehen, die sich früher durch zahlreiche seltene Karosserievarianten auszeichnete und sich heute beispielsweise in besonderen Materialien wiederfindet.
Am 29. November 1906 wurde das Unternehmen Lancia von Vincenzo Lanca und seinem Freund, dem ehemaligen Fiat-Versuchsfahrer Claudio Fogolin gegründet. Lancia gehört somit zu den ältesten Automobilherstellern. Ständig wurden neue Modelle präsentiert, so dass nur wenige auf große Stückzahlen kamen. Der ständige Modellwechsel ging auf die zahlreichen Patente zurück, die man stets zur Abgrenzung zur Konkurrenz umsetzte.
So verfügte der 1913 vorgestellte Lancia Theta als erstes Auto in Europa über eine elektrische Anlage und war auch das erste Auto mit einem Anlasser und einem beleuchteten Cockpit. Der 1923 vorgestellte Lancia Lambda das erste Fahrzeug mit selbsttragender Karosserie, Einzelradaufhängung und Federbeinen mit hydraulischen Stoßdämpfern. Lancia hatte aufgrund dessen den Ruf die „Marke der Ingenieure“ zu sein.
Den Wachstumsmarkt der einfachen billigen Wagen in Großserie konnte Lancia nach dem Krieg nicht bedienen. Schließlich war man bis 1945 beauftragt, Lastwagen für das Militär zu produzieren. Man setzte dementsprechend weiterhin auf Innovationen, wie etwa Limousinen ohne eine B-Säule im Einstieg. Der erste seriell gefertigte V6-Motor überhaupt wurde ab 1950 im Lancia Aurelia verbaut. Im Vordergrund stand die Laufkultur dieses Motors. Ungewöhnlich war der enge Winkel der Zylinder von 60 Grad. Nicht minder innovativ waren Antrieb und Achsen: Kupplung, Getriebe, Differenzial und Trommelbremsen waren als eine Einheit zwischen den Hinterrädern konstruiert.
Lancia wurde 1969 nach nur 10 Jahren bei der Italcementi-Gruppe an Fiat verkauft. Die LKW-Sparte ging nach dem Auslaufen des letzten Modells 1972 ab dem Jahr 1975 in der ebenfalls zu Fiat gehörenden Iveco auf. Seitdem konzentriert sich Lancia auf PKW und das Motorsportengagement wurde wieder intensiviert. 1971 wurde der Supersportwagen Lancia Stratos vorgestellt, welcher mit Ferrari-Motor bei Bertone gebaut wurde. 1986 erwarb Fiat den bis dahin staatlichen Alfa Romeo Konzern. Fortan konzentrierte sich Lancia auf die extravaganteren Modelle. Das Motorsport-Engagement ging zu Alfa Romeo, dafür wurde die Lancia-Palette um den Kleinwagen Y10 der Marke Autobianchi ergänzt.
Nachdem der Mutterkonzern Fiat den amerikanischen Hersteller Chrysler übernommen hat, ist beschlossen worden, Lancia und die Marke Chrysler (ohne die Marke Jeep) weitestgehend zusammenzulegen. Die Produkte des neuen gemeinsamen Portfolios von Lancia und Chrysler werden in den englischsprachigen Ländern als Chrysler und in den anderen als Lancia vertrieben werden, und das neben der weiter existierenden Marke Jeep. In Italien werden die die kleineren Modelle gefertigt, in Nordamerika die größeren und die Vans. Neu ist diese Art der Zusammenarbeit nicht, zahlreiche italienische Sportwagenfirmen setzten auf das Know-How von Chrysler in der Fertigung von V8-Motoren, die sie dann in eigenen Karosserien auf europäische Bedürfnisse anpassten.
Zwei Jahre wurde an der Zusammenlegung gearbeitet, 2011 wurde das gemeinsame neue Portfolio vorgestellt, alle Modelle tragen fortan einen Kühlergrill mit Querstreben, statt des bisherigen zweigeteilten Kühlergrills. Insgesamt startet Lancia im Herbst 2011 mit vier neuen Modellen: den neuen Lancia Ypsilon, den neuen Lancia Flavia, den neuen Lancia Thema und den Lancia Grand Voyager, davon sind von Chrysler Neuentwicklungen der Flavia und der Thema, der Grand Voyager wurde übernommen.
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